Sony Xperia Z Ultra: Riesendisplay und Megaprozessor

Mit dem „Z“ aus der Xperia-Reihe schaffte es Sony – nach einer langen Durststrecke – endlich wieder an die Spitze der Smartphone-Hersteller. Und da Stillstand bekanntlich Rückstand bedeutet, setzt der japanische Technikriese nun alles daran, weiterhin bei den ganz Großen der Handybranche mitspielen zu dürfen. Ob dies mit dem Nachfolgemodell „Z Ultra“ samt Riesendisplay und Megaprozessor klappen kann, offenbart der Smartphone-Check.

Optik: geplättet und gedehnt

Mit einer Gerätetiefe von 7 Millimetern stellt das Z Ultra derzeit (Stand Oktober 2013) das dünnste Smartphone dar. Zerbrechlich wirkt das Modell jedoch keineswegs: Das hochwertige Sicherheitsglas und die schwarze Klavierlackschale lassen das Handy nicht nur in einem sehr eleganten Licht erscheinen, sondern verpassen diesem auch noch eine hohe Wertigkeit und Stabilität. Insgesamt misst das Z Ultra allerdings satte 18 x 9,2 Zentimeter und wiegt sage und schreibe 215 Gramm. Demnach verkörpert es auch eines der größten Smartphones, die es derweil zu finden gibt – eine Einhandbedienung der Neuauflage ist kaum möglich und allzu kleine Hosentaschen sind fürs Z Ultra ebenfalls ungeeignet. Immerhin: Das hohe Gewicht verteilt sich auf der großen Oberfläche recht gut, sodass das Handy an sich gar nicht mal so schwer erscheint.

Hardware im Übermaß

Den – zumindest für alle Breitbildliebhaber – wohl wortwörtlich größten Pluspunkt mag das Display des Xperia Z Ultra bergen. Denn auf dem 6,4 Zoll großen LCD-Bildschirm machen Videos und Spiele schlichtweg Spaß: Auf der Fläche von rund 14 x 8 Zentimetern werden Blockbuster & Co. sehr scharf angezeigt (1.080 x 1.920 Pixel) und zudem mit satten Kontrasten hinterlegt. Einzig und allein die Helligkeitswerte fallen nicht optimal aus, sodass das Z Ultra an frischer Luft etwas kniffelig zu bedienen ist.

Neben dem Bildschirm machen auch Speicher, Prozessor und Kamera eine gute Figur. So kann Letztere zwar nicht mehr mit einem Blitzlicht dienen, liefert bei genügend Licht jedoch nahezu optimale Fotos in Full-HD-Auflösung (8 Megapixel), mit einer sehr kurzen Aufnahmezeit. Optimal fällt zudem die Prozessorleistung aus: Um 700 MHz ist die Leistung eines jeden Prozessorkernes angewachsen, sodass dem Nutzer nun satte 4 x 2.200 MHz zur Verfügung stehen. Apps, Spiele und die Dateiübertragung laufen folglich wie am Schnürchen, wobei auch die Leistung des Arbeitsspeichers (2 GB) nicht verschwiegen bleiben darf. Apropos Speicher: Für die Sicherung eigener Daten steht ein 12 GB großes Speichervolumen bereit. Der clever versteckte Kartenslot birgt zudem Unterschlupf für weiter 64 GB.

Schwachstelle Akku

Ausgestattet mit einem 3.050 mAh starken Lithium-Ionen-Akku hat das neue Sony-Smartphone eigentlich sehr kraftvolle Energiezellen zu bieten. Doch die schlichtweg sehr strombedürftige Hardware saugt den Akku innerhalb weniger Stunden auf, sodass für den Internetausflug beispielsweise nicht einmal 4,5 Stunden Laufzeit zur Verfügung stehen … Auch die Aufladezeit fällt mit 4 Stunden alles andere als positiv auf.

Software und Funktionen

An Bord des Z Ultra herrscht wie beim „kleinen“ Bruder selbstverständlich Android. Der Unterschied zwischen 4.2 und 4.2.2 macht sich jedoch kaum bemerkbar. Viel eher verdient sich die Ultra-Version noch ein paar Pluspunkte für die überarbeitete Soundtechnik und die breite Anschlusspalette: Angefangen von LTE über NFC bis hin zu HDMI und Infrarot ist schließlich jede aktuelle Verbindungsfunktion auch mit dem Z Ultra nutzbar. Und selbstverständlich ist das neue Z auch weiterhin wasserdicht und lässt nun sogar die Benutzung eines klassischen Bleistiftes oder Kugelschreibers zu – einen extra Stylus Pen, wie man ihn vom Galaxy Note kennt, braucht man also nicht mehr, um auf dem Riesenbildschirm Notizen festzuhalten.

Fazit

Das Xperia Z Ultra bietet tatsächlich ultra-gute Werte: Bis auf den Akku lassen sich sämtliche Elemente mit Bestnoten bewerten. Wer jedoch nicht nur die Creme de la Crema in der Hosen- beziehungsweise Handtasche, sondern auch noch ein mobiles Smartphone nutzen will, könnte sich mit Sonys neuem High-End-Koloss schnell den Kampf der Titanen erleiden. Interessenten mit allzu kleinen Händen und Personen, die viel Wert auf den Mobilitätsfaktor legen, sollten demnach eher einen Bogen um das Modell machen. Mit Anschaffungskosten von rund 600 Euro ist das Sony Xperia Z Ultra schließlich alles andere als ein Schnäppchen-Handy zum Probierpreis.