Samsung Galaxy Round – gebogen aber nicht biegsam

Samsung darf sich ohne Frage als einer der ganz großen Technikmeister seiner Zeit bezeichnen. Sogar das Urgestein in Sachen mobiler Kommunikation, der Apple-Clan, hinkt den Südkoreanern mittlerweile hinterher. Und damit sich an Samsungs Vormachtstellung auch ja nichts ändert, versucht der Konzern nun nicht nur mit guten und preiswerten, sondern auch schlichtweg neuen Produkten auf dem Techniksektor zu punkten – das Galaxy Round soll solch ein Produkt sein und mit seinem gebogenen Bildschirm eine „neue Ära der Displaytechnik“ einläuten …

Der optische Ersteindruck

Bisweilen wurde das Galaxy Round lediglich auf dem offiziellen Samsung-Blog veröffentlicht – ganz im Sinne des allgegenwärtigen Internettrends. Auf den bisherigen Bildern ist jedoch nur wenig über das neue Schmuckstück auszumachen. So ähnelt das Round sehr stark dem „S4“, dem derzeitigen Flagschiff der Samsung eigenen Handy-Weltraumflotte, und lässt einen leichten Bogen innerhalb des Bildschirms erkennen. Neben der Bildschirmgröße – satte 5,7 Zoll – gibt Samsung übrigens auch die genauen Ausmaße preis: Satte 15,1 x 7,9 Zentimeter misst das krumme Ding, soll jedoch nur rund 7 Millimeter dünn sein und zudem (in Anbetracht der Übergröße) vertragbare 150 Gramm auf die Waage bringen.

Form follows function?

Das Design des gebogenen Bildschirms kommt nicht von Ungefähr. Denn durch die neue Oberflächenaufteilung soll dem Besitzer nun ein neues Sichtfeld beziehungsweise ein neuer Betrachtungswinkel geboten werden, durch den die Benutzung des Displays noch einmal optimiert werde. So sollen Farben satter, Kontraste schärfer und 3D-Effekte realistischer erscheinen. Zudem bietet das Round eine spezielle Standby-Funktion, die es dem Nutzer möglich machen soll, auch aus dem Ruhemodus heraus besonders leicht Informationen über den Zustand des Handys sowie aktuelle Nachrichten einfangen zu können. Eine kurze Berührung auf die eine Seite des Bildschirms soll nämlich schon reichen, damit sich die andere automatisch anhebt und eine optimale Sichtweise die wichtigsten Informationen besonders gut lesbar macht.

Top-Hardware als Bonus

Das gekrümmte Display stellt Samsung als eine absolute Weltneuheit dar. Zwar hat der Konzern auch durchaus das Recht dazu, doch wirklich atemberaubende Funktionen bietet das Round bei Weitem nicht. So werden die Bilder des Displays dank der – bereits von einigen Fernsehermodellen bekannte – OLED-Technik etwas an Schärfe gewinnen, doch ansonsten mag der gebogene Bildschirm nur eine weitere Etappe auf der scheinbar unendlichen Geschichte der Handyentwicklung darzustellen. Vielmehr dürfte die „Zusatzausstattung“ für Begeisterung bei allen Samsung-Fans sorgen. Denn mit einem neuen Prozessor (4 x 2,3 GHz), einem erstmals 3 GB dicken Arbeitsspeicher und sämtlichen Verbindungsfunktionen à la USB 3.0 & Co. macht das Round – Bildschirm hin oder her – eine Sahneschnitte der kommenden Smartphone-Bewegung aus.

Fazit

Gebogen ja, aber eben nicht biegsam. Was Samsung mit dem Round verspricht, einen Bildschirmspaß der nächsten Generation, kann das Unternehmen seinen Kunden nur bedingt bieten. So mag der Bildschirm zwar durchaus einen Schritt nach vorne darstellen, doch die lang ersehnte Technik biegsamer und unzerstörbarer Bildschirme kann Samsung mit dem Round leider noch nicht bieten. Dennoch scheint Samsung mit dem Galaxy Round – nicht nur aufgrund des Bildschirms – seine Position auf dem Technikmarkt weiterhin festigen zu können. Bis zum endgültigen Bildschirmwunder ist es wohl nicht mehr weit …