Nokia Lumia 930

Nokia gilt als einer der klassischsten Handybauer schlechthin. Aufgrund der starken Bindung an das arg kritisierte Betriebssystem Windows Phone musste der ehemals marktführende Kommunikationsexperte allerdings einen starken Kundenschwund hinnehmen. Doch trotz aller Software-Kritik: Mit seinen „Lumia“ Modellen lieferte Nokia bereits einige durchaus attraktive Smartphones, die insbesondere für alle Freunde von Hochwertfotos und Synchronisationsfunktionen spürbare Vorteile mit sich bringen. Mit dem neuesten Modell, dem Lumia 930, wollen die Finnen nun jedoch nicht nur alle Hobbyfotografen ansprechen. Was das – voraussichtlich Mitte Juni erscheinende – Lumia zu bieten hat, erläutern die folgenden Zeilen …

Design und Konzept

Grün, orange, schwarz oder weiß – zumindest bei den farblichen Vorstellungen sind dem Lumia-930-Käufer kaum Grenzen gesetzt. Mit seinem sehr kantigen Außenleben hebt sich das Smartphone außerdem auf einer erfrischenden Art und Weise von seinen Kollegen ab, könnte mit Ausmaßen von 13,7 x 7,1 x 1 Zentimetern für kleinere Hände allerdings schnell etwas unpraktisch ausfallen. Zudem bringt das Hightech-Handy satte 170 Gramm auf die Waage! Und dennoch: Eine sehr hochwertige Verarbeitung und ein generell sehr geradliniges Auftreten sprechen durchaus für dieses moderne Designkonzept. So liegt das Aluminiumgehäuse auch sehr gut in der Hand und die einzelnen Elemente sind bestens miteinander verbunden. Wie bereits erwähnt, darf zudem zwischen einer klassisch schwarzen, besonders edlen weißen oder aber auffälligen orangenen beziehungsweise grünen Hinterseite gewählt werden. Optisch betrachtet macht das Nokia Lumia 930 also durchaus etwas her.

Schwerpunkte: Kamera- und Bildschirmnutzung

Ein 5-Zoll-Display und eine 20-Megapixel-Kamera stellen laut Nokia die überzeugendsten Highlights dar. Und tatsächlich: Eine Bildschirmauflösung von 1.920 x 1.080 Pixel, eine kräftige Farbwiedergabe und hohe Kontrastwerte machen den „Clear-Black-Screen“ zu einer wortwörtlich ansehnlichen Handyanzeige. Auch die Kamera überzeugt. So liegt die letztendliche (effektive) Auflösung des Hochwertobjektivs aus dem Hause Carl Zeiss zwar gute zwei Megapixel unter den offiziellen Angaben des finnischen Handyspezialisten, doch ein flotter und effektiver Bildstabilisator, eine „Oversampling“-Technologie, welche einzelne Linienpaare je nach Aufnahme trennt oder aber verbindet, sowie ein kräftiger Zoom verleihen dem Nokia 930 selbst kameratechnisch gesehen große Pluspunkte.

Das Restpaket

Ausgestattet mit einem Snapdragon-Prozessor (4 x 2,2 GHz) sowie einem 2-GB-Arbeitsspeicher ist das Lumia 930 auf dem aktuellsten Stand der Technik: Apps laufen sehr flüssig, selbst aufwendigere Programme werden ohne Wartezeiten im Multitaskingmodus abgewickelt und auch beim Surfen im weltweiten Web macht das Lumia 930 (dank LTE-Modul) eine gute Figur. Mit einem 32 GB großen Flash-Speicher hat das Smartphone zudem ein recht umfangreiches Gedächtnis. Doch Vorsicht: Einen zusätzlichen Speicherkartenschacht gibt es nicht! Wer also wirklich viele Dateien auf dem Handy ablegen will, könnte schnell Platzprobleme bekommen. Immerhin: Mit einem kabellos aufladbaren Akku, einem Gratis-Online-Speicher (8 GB) sowie einem Sicherheitspaket verleiht Nokia dem 930er-Modell ein lobenswertes Zusatzpaket.

Fazit

Sowohl die Verarbeitung als auch die Technik des Lumia 930 überzeugt. Sogar mit den aktuellen Spitzenmodellen aus den Häusern Samsung (S5) und HTC (One M8) kann das Nokia-Phone ohne Probleme Schritt halten. Insbesondere für Hobbyfotografen könnte sich das Modell demnach zu einer attraktiven Alternative entpuppen. Und dennoch: Der angesetzte Verkaufspreis von beinahe 600 Euro und das nach wie vor gebrandmarkte Betriebssystem aus Microsofthausen (Windows Phone 8.1) könnten dem hochwertigen Handyspaß nur allzu schnell einen deutlichen Dämpfer erteilen. Ob und wie sich das Lumia-Modell letzten Endes gegen die zahlreiche Konkurrenz durchsetzen kann, bleibt also abzuwarten.