iPhone 5C & iPhone 5S

Dass iPhone nicht gleich iPhone ist, ist allgemein bekannt. Mit der neuen 5er-Generation, aufgeteilt in eine 5S- und eine etwas preiswertere 5C-Variante, will Apple jedoch nicht nur eine überarbeitete Hardware, sondern auch beziehungsweise insbesondere ein neues Design an den Mann bringen. Und das sogar in insgesamt 8 verschiedenen Farben! Was das iPhone 5S und das iPhone 5C jeweils auf dem Kasten haben, klärt der iPhone-Check.

Kunterbunt oder Edelmetall?

Das iPhone 5C richtet sich ohne Frage an alle Benutzer, die ein frisches und peppiges Design wünschen. So lässt sich für diese Ausführung zwar nach wie vor eine Version in Weiß finden, doch mit dem früheren Klavierlack hat der aktuelle Eierschalenton nur noch wenig gemeinsam. Auch die restlichen Farben (Rot, Blau, Grün und Gelb) sind mit einem völlig neuen Konzept als die vorherigen iPhones gestaltet worden. So stehen bei der 5C-Fassung eindeutig junge und freche Farben im Vordergrund.

Ganz im Gegensatz zu diesem Jugendstil steht wiederum die 5S-Lösung. Weiß und Schwarz scheinen nun endgültig ausgedient zu haben und wurden durch metallische Töne, auch „Spacegrau“, „Gold“ und „Silber“ genannt, ersetzt. Das Ergebnis: Trotz der berechtigten Kritik an Apples Abkehr vom einstigen Markenzeichen sind die neuen 5S-iPhones optisch gesehen sehr gut gelungen und lassen eine gekonnte Kombination aus Edel und Extravaganz aufkeimen. Einzig und allein die sehr kratzempfindlichen Oberflächen der Metallgehäuse stellen einen spürbaren Nachteil der 5S-Lösung dar.

Hardware in Häppchen

In Sachen Hardware bleibt beim iPhone 5C alles beim Alten: Weder Prozessor, Bildschirm, Kamera usw. haben ein Upgrade erfahren. Dies sieht beim Brudermodell schon ganz anders aus: Ein neuer A7-Chip verpasst dem Apfel-Handy nun eine doppelt so schnelle CPU-Leistung und erlaubt in Verbindung mit einem neuen M7-Prozessor sogar die Benutzung von 64-Bit basierten Apps. „Alte“ Klassiker in der 32-Bit-Fassung können selbstverständlich weiterhin mit der Neuauflage genutzt werden. Diese hat neben einer flotteren CPU übrigens auch noch eine aufpolierte Digitalkamera zu bieten, die zwar weiterhin mit einer Auflösung von 8 Megapixeln knipst, doch dank einer neuen F2.2 Blende einen bis zu 15 Prozent größeren Bildausschnitt erfassen und zudem deutlich sattere Farben auf Schnappschüsse und in HD-Videos bringen kann. Ebenfalls mit an Bord: Zwei LED-Blitzlichter, die selbst in der schwärzesten Nacht für erstaunlich farbgetreue Bilder sorgen. Alles andere als erstaunlich erweist sich wiederum der Akku: Trotz des Leistungsausbaus macht sich in der Praxis keine Zunahme der maximalen Betriebslaufzeit bemerkbar, was in Anbetracht des hungrigen Prozessors jedoch kaum verwundert. In Sachen Bildschirmtechnik bleibt Apple übrigens seinem Prinzip (1.136 x 640 Pixel auf 4 Zoll) treu und grenzt sich damit weiterhin vom XXL-Displaytrend ab.

iOS & Co.

Neben dem überarbeiteten Betriebssystem iOS 7 bietet (nur!) das iPhone 5S noch eine weitere „Sensation“: eine neue Sicherheitstechnik, bestehend aus einem Fingerabdruckscanner, der im Home-Button integriert ist, und einer neuen Firewall. Beide Highlights konnten jedoch bereits geknackt werden – auch iPhones scheinen im Zeitalter von Datenklau und IT-Spionage nicht vor Hackerangriffen gefeilt zu sein! Ansonsten belässt es Apple jedoch bei den gewohnten Futures und verzichtet sowohl bei der 5C- als auch bei der 5S-Fassung weiterhin auf einen NFC-Chip! Immerhin bietet das iPhone nun ein LTE-Modul, welches nicht mehr einzig und allein mit dem Telekom-Netz arbeiten kann.

Fazit

Das iPhone 5S ist seinem Mitstreiter in nahezu allen Bereichen einen Schritt voraus. Dennoch lassen sich in vielen wichtigen Disziplinen wie beim Speicher, Bildschirm und Akku keinerlei Neuerungen finden, sodass das Gesamtpaket des neuen Apfelhandys zwar gut und vor allem schnell ausfällt, insbesondere durch die fehlerhaften Sicherheitstechniken jedoch starke Punktabzüge erhält. Zudem ist das iPhone 5S mit Einführungspreisen von bis zu 900 Euro alles andere als ein Schnäppchen! Wer auf das Hardware-Häppchen-Plus verzichten und sich von dem luxuriösem iPhone-Look verabschieden kann, dürfte demnach im iPhone 5C eine interessante Alternative entdecken. Allerdings zeigt sich bereits jetzt, dass das iPhone 5S deutlich gefragter und vielerorts sogar gänzlich ausverkauft ist! Kein Wunder, schließlich hat das „nur“ rund 100 Euro preiswertere iPhone 5C auch „nur“ die Ausstattung des bereits bekannten iPhone 5 vorzuweisen. Ob sich die Farbspiele in Anbetracht der gesunkenen Preise für den Vorgänger wirklich lohnen, muss der Käufer selbst entscheiden.