Google Nexus 5

Dass Google nicht nur gut suchen, sondern auch anspruchsvolle Handys liefern kann, hat der Global Player mit der Einführung der Nexus-Schiene schon vor einiger Zeit unter Beweis gestellt. Nun soll das Nexus 5 abermals für zufriedene Kunden sorgen. Was es besonders macht, warum sich der Kauf als kompliziert erweisen könnte und worauf es sonst noch bei dem neuen Google-Phone zu achten gilt, verraten die folgenden Zeilen.

Optik & Handling

Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat sich beim Nexus 5 vor allem auf der Hinterseite viel getan: Nun thront nämlich keine Glasscheibe, sondern eine „normale“ Plastikverkleidung auf der Rückseite. Diese normale Kunststofflösung ist jedoch mit einer zusätzlichen Handflächengummierung überzogen und weist zudem einen netten „Nexus 5“ Schriftzug auf. So liegt das Smartphone einerseits sehr sicher in der Hand, fällt andererseits jedoch auch optisch betrachtet um einiges anspruchsvoller als viele Konkurrenzmodelle aus. Auch von vorn macht das Google-Phone eine gute Figur: Der Bildschirmrand ist mit wenigen Millimetern sehr dezent gehalten und das eigentliche Display spiegelt auch im ausgeschalteten Zustand in einem ansehnlichen Licht. Etwas weniger gelungen: Die Seitenverkleidung weist einen markanten Einschnitt auf, sodass man schnell meinen könnte, das Nexus ließe sich an dieser Stelle auseinanderbauen. Dies ist jedoch nicht so und kann – vor allem beim ersten Sim-Karten-Wechsel – schnell für Verwirrung sorgen.
PS: Je nach Geschmack gibt es das Nexus 5 in Weiß oder aber in Schwarz zu kaufen, wobei sich letztere Variante als wesentlich unempfindlicher gegenüber Gebrauchsspuren zeigt.

Kino im Taschenformat

5 Zoll misst der Bildschirm des neuen Nexus-Modells – passend zur Namensgebung also. Dass die Anzeige allerdings nicht nur gut zum Namen, sondern auch optimal in den sonstigen Rahmen des Google-Projekts passt, machen schnell die Eckdaten sowie die ersten Praxistests deutlich. Denn mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und einem dicken Farbspektrum liefert die Handyanzeige sowohl sehr feine als auch sehr kräftige Bilder. Full-HD-Videos anzuschauen und ausladende Internetseiten zu studieren macht mit dem Nexus 5 demnach richtig Spaß. Und auch die Bedienung der Touchscreenoberfläche muss gelobt werden: Multitouch- und Gorilla-Glas-Technik scheinen sich hier optimal zu ergänzen.

„Rest-Hardware“

Dreh- und Angelpunkt eines Smartphones stellt ohne Frage dessen Bildschirm dar. Doch auch die inneren Werte, sprich die CPU- und Speichereigenschaften sollten einiges zu bieten haben. Und das ist beim Nexus 5 allemal der Fall: Der Quad-Core-Prozessor aus dem Hause Qualcomm liefert mit einer Taktrate von 2,3 GHz derzeit sogar eines der besten Benchmark-Ergebnisse, die bei Handys jemals aufgezeichnet wurden! Sogar aktuelle Bestseller wie das Galaxy S4 (Samsung) oder das Xperia Z (Sony) hinken dem neuen Snapdragon-Prozessor des Nexus hinterher!
Die weiteren Hardwareelemente fallen wiederum gemischt aus. So bietet das Nexus 5 leider, leider keinen Speicherkartenslot: Wer besonders viel Platz für Apps & Co. benötigt, sollte also von der 16-GB-Ausführung (350 Euro) die Finger lassen und gleich zur 32-GB-Variante (400 Euro) greifen. Etwas mau zeigen sich auch die Kraftzellen des Nexus 7: Mit einer Leistung von 2.300 mAh können der hungrige Prozesse und vor allem der anspruchsvolle Bildschirm nur begrenzt mit Strom gespeist werden – maximal acht Stunden hält das Handy unter Volllast durch. Eine drahtlose Aufladetechnik gibt es für die Akku-Lösung übrigens ebenfalls nicht zu nutzen …
Überraschend positiv fällt hingegen wieder die Kamera aus. Denn trotz ihrer Auflösung von „nur“ 8 Megapixel knipst die Linse erstaunlich gute Bilder: Bildstabilisator, Blitzlicht und diverse Sondermodi machen’s möglich.

Fazit

Das Nexus 5 liefert ein wirklich gutes Gesamtpaket ab – insbesondere in Bezug auf Prozessor und Bildschirm hat das Smartphone so einiges zu bieten. Softwaretechnisch gesehen kommt übrigens noch das aktuelle Android in der Version 4.4 alias „KitKat“ zum Einsatz – eine Weltpremiere. Neben einem (minimal) überarbeiteten Symboldesign und einer leicht veränderten Menüstruktur hat sich beim neuen Betriebssystem allerdings nicht getan. Und dennoch: Wer auf einen Highend-Akku und einen Mega-Massenspeicher verzichten kann, ist mit dem Nexus 5 bestens beraten. Der letztendliche Kauf könnte sich jedoch als problematisch erweisen. Denn zumindest im offiziellen Google Store (wo es das Nexus 5 für rund 50 Euro weniger als im „externen“ Handel zu ergattern gibt) sind derweil die meisten Nexus-5-Modelle vergriffen. Wer den ganzen Preisvorteil des „Volks-Smartphones“ auskosten will, sollte sich mit der Anschaffung also noch etwas gedulden …