Erste einheitliche Handy-Ladegeräte ab Anfang 2010

Mehr als 20 verschiedene Handyhersteller haben sich für die UCS, die „Universal Charging Solution“ entschieden. Anfang 2010 werden die ersten neuen Handys mit diesem Einheitsladegerät ausgeliefert. Diese Umstellung bringt Vorteile für Kunden und Hersteller gleichermaßen mit sich.
Nach langen Verhandlungen haben sich die führenden Handyhersteller und Mobilfunkanbieter darauf geeinigt, ein einheitliches Ladegerät zu entwickeln und schnellstmöglich auf den Markt zu bringen. Dieses neue Konzept soll bis 2012 vollständig umgesetzt werden und vor allen Dingen die Umwelt deutlich entlasten. Angeregt wurde dies schon seit längerer Zeit durch verschiedene Initiativen. Auch die EU-Kommission setzte Handyhersteller und Mobilfunkanbieter schon längere Zeit stark unter Druck und drohte mit Regulierung, sollten diese sich nicht bald einig werden. Nun ist es endlich soweit. Schon Anfang 2010 sollen die ersten Handys mit dem einheitlichen neuen Ladegerät im Handel erhältlich sein. Das neue Universal-Ladekabel wird auf einer Micro-USB-Schnittstelle basieren, die in Fachkreisen als UCS „Universal Charging Solution“ bezeichnet wird. Damit wird es möglich, dass die unterschiedlichsten  Handytypen mit einem einzigen Universal-Ladegerät aufgeladen werden können. Mit dieser neuen Lösung demonstrieren die großen Handyhersteller, dass bei ihnen die Benutzerfreundlichkeit oberste Priorität hat. Gleichzeitig beweist diese Entwicklung ein ganz neues Umweltbewusstsein von Seiten der Hersteller, das in dieser Form bisher nicht zu erkennen war. Durch das UCS-Prinzip wird die Umweltbelastung deutlich reduziert. Den Experten zufolge sollen damit ganze 13,6 Millionen Tonnen Treibhausgase jährlich eingespart werden. Außerdem werden mit UCS pro Jahr etwa 51.000 Tonnen Müll bereits im Vorfeld vermieden. Als besonders großer Vorteil hat sich die Energieersparnis mit dem neuen, einheitlichen Handy-Ladegerät herauskristallisiert. Denn die neuen Geräte sparen im Standby-Betrieb etwa 50 Prozent im Gegensatz zu den bisherigen Ladegeräten ein. Aber nicht nur Benutzern und Umwelt kommt dieser einheitliche Standard zugute. Auch die Hersteller werden davon profitieren. Neue Handys müssten nicht mehr mit Ladekabel ausgeliefert werden, denn in den meisten Haushalten wären Ladegeräte schon von vorherigen Modellen vorhanden. Nach Angaben der GSMA beteiligen sich bislang 20 große Handyhersteller und Mobilfunkanbieter an diesem neuen Konzept. Dazu zählen neben weiteren Herstellern Nokia, Sony Ericsson, LG, Motorola, Samsung und Apple. Auch Netzbetreiber wie Vodafone, Telefonica/O2 und T-Mobile unterstützen die Umsetzung.