Motorola

Jedes neu veröffentlichte Modell der Firma Motorola tritt ein großes Erbe an, und zwar das des ersten kommerziell produzierten Mobiltelefons überhaupt, dem DynaTAC, welches der Weltöffentlichkeit im Jahre 1983 vorgestellt wurde.

Die Bedeutung Motorolas für den europäischen Markt war lange Zeit sehr gering. Das liegt daran, dass das Unternehmen, welches, nach Nokia, die meisten Kunden der Erde mit Mobiltelefonen versorgt (Marktanteil 14,6%), sich eher auf den amerikanischen Markt konzentriert.
Dortige Mobilfunkstandards unterscheiden sich von denen in Europa und eine Anpassung der Geräte für den hiesigen Markt kam für Motorola lange Zeit nicht in Frage.

Mit der Veröffentlichung der ersten Handys der RAZR-Produktreihe auf dem europäischen Markt änderte sich diese Situation jedoch schlagartig. Obwohl die Ausstattung der Telefone nicht mehr als durchschnittlich war, wurden in den letzten vier Jahren knapp 50 Millionen Geräte ausgeliefert.
Für den Erfolg ist wohl das radikale und futuristische Design des Telefons ausschlaggebend. Es ist sehr breit und außerordentlich flach, außerdem ist es aufklappbar, um die Bedienoberfläche weiter zu vergrößern.

Auch alle anderen Modelle Motorolas unterwerfen sich keiner einheitlichen Designlinie, alle Telefone sind futuristisch und markant entworfen und vermitteln leider allzu häufig das Gefühl, dass die Bedienbarkeit der Telefone nur eine untergeordnete Rolle spielt – die Funktion muss der Form folgen, was viele potenzielle Käufer der Geräte verprellt.

Mangelnde Synchronisationsmöglichkeiten mit dem Computer oder dem Laptop und eine komplizierte, teils unlogische Menüführung sind weitere Kritikpunkte, die häufig im Zusammenhang mit dem Firmennamen zu hören sind.
Designtechnisch sind die Mobiltelefone jedoch Motorolas aber über jeden Zweifel erhaben und versprühen Dynamik und Extravaganz.